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Praktische Theologie

Die Praktische Theologie bildet einen Schwerpunkt im Studienkonzept des Theologischen Seminars Elstal. Aufgabe dieser Disziplin ist es, den Zusammenhang zwischen theologischer Erkenntnis und gemeindlicher Praxis zu reflektieren. Pastorinnen und Pastoren des BEFG müssen in der Regel vom ersten Tag des Dienstes an alle gemeindlichen Aufgaben selbständig wahrnehmen. Darum wird am Theologischen Seminar versucht, möglichst viele praktische Übungen in das Fach Praktische Theologie zu integrieren.

Die Praktische Theologie umfasst am Theologischen Seminar Elstal die Fachgebiete:

Homiletik (Predigtlehre)

Hier wird nicht nur gelernt und diskutiert, wie man eine Predigt erarbeitet. Hier wird auch darüber nachgedacht, was eine Predigt ist, warum in den christlichen Gemeinden gepredigt wird und wie sich die Predigt in das Gesamtgeschehen des Gottesdienstes einordnen lässt. Ein homiletischer Grundkurs schafft die Voraussetzungen für den Besuch der homiletischen Vorlesung und Übung; im homiletischen Oberseminar des letzten Semesters wird die Examenspredigt vorgetragen und besprochen.

Poimenik (Seelsorgelehre)

Unter "Seelsorge" verstehen wir die helfende Zuwendung zum Menschen, der als Einheit von Leib, Seele und Geist zum Leben mit Gott berufen ist. Die Seelsorgelehre bedenkt das biblische Menschenbild, die Möglichkeiten der Hilfe durch das geschulte seelsorgerliche Gespräch und verschiedene Handlungsfelder der Seelsorge, wie zum Beispiel die Krankenseelsorge oder die Begleitung Sterbender und Trauernder. Das Fach Seelsorge wird zunächst in einer grundlegenden Übung und darauf aufbauend in einer Vorlesung unterrichtet. Weitere Vorlesungen informieren über das weite Spektrum psychischer Störungen und Erkrankungen und erörtern Möglichkeiten wie Grenzen der seelsorgerlichen Begleitung.

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Didaktik (Lehre vom Unterricht)

Sie beschäftigt sich mit Fragen, die sich im Kontext von Bildung, Unterricht und Erziehung stellen. Im Rahmen des Theologiestudiums sind besonders diejenigen Aspekte der Didaktik von Interesse, die bei der Vermittlung religiöser Themen von Bedeutung sind (Katechetik). Zum Beispiel: Wie lassen sich Inhalte des Glaubens altersgerecht vermitteln? Welche Methoden und Medien dienen der Weitergabe biblischer Texte im gemeindlichen Kontext? Solche und weitere Fragen werden in einer Einführungsvorlesung und in ausgewählten Seminaren reflektiert. Ihre Umsetzung wird in praktischen "Übungen vor Ort" erprobt.

Pastoraltheologie

Dieses Fach ist im Studienaufbau des Theologischen Seminars schwerpunktmäßig in der Überleitungsphase vom Studium in den Beruf verankert. Zu den Themenfeldern gehören unter anderem das Berufsbild und das Selbstverständnis der Pastorin und des Pastors, Fragen der persönlichen Frömmigkeit, der Umgang mit Erwartungen in den Gemeinden, die Gestaltung spezieller gottesdienstlicher Handlungen wie Taufe, Trauung und Beerdigung, Fragen im Blick auf Ehe und Familie der Pastorin und des Pastors, sowie juristische Fragen des Dienstes.

Psychologie und Persönlichkeitsentwicklung

Pastorinnen und Pastoren benötigen in ihrem Beruf ein hohes Maß an persönlicher und sozialer Kompetenz. Dem tragen orientierende Einführungen in die Psychologie und besondere Angebote zur Persönlichkeitsbildung Rechnung.

Psychologie

Eine einführende Überblicksvorlesung zu den Grundfragen der Psychologie ist bereits für das 1. Semester obligatorisch. Hier werden die Studierenden mit Themen vertraut gemacht, die für die spätere Praxis von großer Bedeutung sind, zum Beispiel Kommunikations- und Persönlichkeitspsychologie, Prozesse in der Gruppenbildung oder Umgang mit Konflikten. Die Vorlesung "Entwicklungspsychologie" hat die körperliche, psychische und geistige Entwicklung des Menschen von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter zum Thema. In der "Religionspsychologie" geht es um das ganze Feld von Psychologie und Glauben bzw. Religion, zum Beispiel um die Ausprägung von Frömmigkeitsstilen und Gottesvorstellungen.

Persönlichkeit

Eine obligatorische Veranstaltung dient der Erweiterung der sozialen Kompetenz der Studierenden, unter anderem durch Übungen in Selbst- und Fremdwahrnehmung, durch Reflexion der Wirkung der eigenen Person und durch die Einübung angemessenen Verhaltens, zum Beispiel in Konfliktsituationen. Eine Gesprächsgruppe "Wege zu uns und zu anderen" eröffnet den Weg zu einem tieferen Verstehen der eigenen Person und erarbeitet Möglichkeiten der Verhaltensänderung. Zugleich eröffnet sie Zugänge zum Verstehen anderer Menschen und dient der Einübung in das helfende Gespräch. Die obligatorische Lehrveranstaltung Kybernetik hilft zur entdeckenden Einübung eines eigenen, reflektierten Leitungsstils, der in Einklang mit der Person steht.

Auch die wöchentlichen Treffen in den Jahrgangstutorien, die jährlichen Fördergespräche und Semesterfahrten oder die Campusandachten sind hier zu nennen, denn sie fördern die Persönlichkeitsentfaltung. Diese Angebote werden von allen Mitgliedern des Kollegiums begleitet.

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